Frühjahrs-Durchsicht

Eigent­lich ist es für eine Durch­sicht schon zu spät. Die ers­te Kon­trol­le hät­te schon wäh­rend der ers­ten war­men Tage im März ange­stan­den. Ich habe mich aber dar­auf beschränkt, die Bie­nen am Flug­loch zu beob­ach­ten und auf Anzei­chen von Fut­ter­man­gel zu ach­ten. Heu­te muss es aber sein!

Die Kirsch­blü­ten ste­hen ganz kurz vor der Öff­nung, und auch der Ahorn fängt zu blü­hen an. Kann ich also viel­leicht schon den Honig­raum auf­set­zen?

Für die Inven­tur des Bie­nen­stocks habe ich wei­der mei­ne bewähr­te Kal­ku­la­ti­ons­vor­la­ge benutzt. Kurz gesagt ent­nimmt man jedes Rähm­chen und schätzt jeweils, wie­viel Ach­tel der Vor­der- und Rück­sei­te von Bie­nen, Brut und Fut­ter belegt ist. Jedes Ach­tel ent­spricht 125 Bie­nen, 400 Arbei­te­rin­nen­zel­len oder 125 Gramm Fut­ter.

So sieht das Ergeb­nis aus:

Ein Teil der Bie­nen war zur Zeit der Inven­tur (ca. 11 Uhr) unter­wegs, so dass die Zahl der Bie­nen viel­leicht noch etwas höher liegt. Trotz­dem sind über 20.000 Bie­nen kurz vor Beginn der Haupt­tracht ein gutes Ergeb­nis, oder?

Das Fut­ter ist knapp, aber da Kir­sche und Ahorn schon blü­hen und noch eini­ge war­me Tage ange­kün­digt sind, muss nicht mehr nach­ge­füt­tert wer­den.

Mit dem Auf­set­zen des Honig­raums wer­de ich noch eini­ge Tage war­ten, da noch genü­gend Platz zum Aus­bau­en vor­han­den ist. Auch die zwei Droh­nen­rah­men (im Spät­som­mer unten außen ein­ge­setzt) wur­den nicht ange­nom­men. Ich habe sie gegen zwei Mit­tel­wän­de aus­ge­tauscht und damit noch etwas mehr Platz geschaf­fen.

Am Flug­loch, das ich im Win­ter auf 10cm ver­engt hat­te, gibt es aber schon erheb­li­chen Stau. Den Keil wer­de ich also Mor­gen früh kom­plett ent­fer­nen.